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Mobilfunk

Freitag, 20.11.2009

"Stadt verkündet den Bau des Mobilfunkturms im Wohngebiet Paderborn Mastbruch"
Vertreter der Stadt trotz Rüge weiter untätig



Kommune verantwortlich für offene Kommunikation mit den Bürgern
Die Stadtverwaltung Paderborn
ist weiter untätig



 


Im offenen Streit um die Errichtung des 30 Meter hohen Mobilfunkturms von O2 mitten im Wohngebiet Paderborn Mastbruch ist trotz vollmundiger Ankündigungen zur besserer Bürgernähe von der versprochenen Initiative der Stadt Paderborn und des Bauordnungsamts nichts zu sehen.

Die Herren Martin Lürwer (techn Beirat d. Bürgermeisters) und Dr. Schnedar (Leiter Bauordnungsamt) sind entweder nicht zu erreichen oder im Urlaub. Es wird auf vollendete Tatsachen verwiesen und der Bau des Mobilfunkturms von O2 als unabwendbar und beschlossen hingestellt.

Am Donnerstag, den 22.10.2009, hatte der Landtag zu einer Anhörung des Petitionsausschusses bei der Stadt geladen. Frau Beer (MdL), Vorsitzende des Petitionsausschusses hatte die Moderation übernommen, Herr Gross (MdL), Düsseldorf, stand als Jurist Frau Beer begleitend zur Seite.

Die Stadt war vertreten durch Herrn Martin Lürwer (techn Beirat d. Bürgermeisters) und Herrn Dr. Schnedar (Leiter Bauordnungsamt).

Der Vorstand der Gegenwelle e.V. war vollständig anwesend.

Zu Beginn der Petitionssitzung wurde der Bürgerinitiative Gegenwelle e.V.  Gelegenheit gegeben, den Standpunkt der betroffenen Bürger darzustellen. Es wurde nochmals eindringlich auf die Tatsache verwiesen, dass ein Mobilfunkmast dieser Dimension in einem Wohngebiet nichts zu suchen hat und eine massive Bedrohung für die Anwohner darstellt. 
Es hat anschließend am runden Tisch ein konstruktiver Austausch unter der souveränen Moderation von den Landtagsabgeordneten Herrn Guenter Gross MdL und Vorsitzende des Petitionsausschusses Frau Sigrid Beer MdL stattgefunden.

Allerdings wurde der Stadt Paderborn in Person des Leiters des Bauordnungsamts Dr. Schnedar bei der Verfahrensdurchführung mangelhafte Bürgernähe attestiert. Hervorstechend war dann seine trotzige Uneinsichtigkeit. Erst als der Landtagsabgeordnete Herr Gross betonte, dass man sich hier am Rand der Legalität befindet und das Paderborn in ganz NRW am unteren Ende der Bürgernähe agierte, versprach der technische Beirat des Bürgermeisters Herr Lürwer positive Initiative bei der Verlagerung des Mobilfunkturms. Einem Alternativstandort sollte nun nichts mehr entgegenstehen. Die Vertreter von O2 zeigten sich trotz dringlicher Bitten der Bürgerinitiative und der Landtagsabgeordneten zurückhaltend bis ablehnend.

Am 16.11.2009 veröffentlichte die Stadt dann den Entschluss von O2, den Mobilfunkturm nun doch an der geplanten Stelle im Wohngebiet bauen zu wollen, da alternative Standorte nicht in Frage kämen. Es wurden allerdings nur Vorschläge zitiert, die entweder unmöglich umzusetzen waren oder gar nicht existierten.

Weder von O2 noch seitens der Stadt Paderborn wurden neue Alternativstandort vorgeschlagen und geprüft, obwohl die Ortsrandlage ohne große Mühe einen neuen und verträglichen Standort für einen Mobilfunkturm ermöglichen kann.

Die Ankündigungen zu mehr Bürgernähe wurden nicht umgesetzt und bleiben reine Lippenbekenntnisse. Die dringenden Anliegen der Anwohner und Bürger, die die Politiker mit ihren Steuernabgaben bezahlen und die die Arbeitsplätze der Mitarbeiter von O2 durch den Kauf derer Produkte sichern sollen, werden stumpf ignoriert, um die gesetzten Fristen einfach auszusitzen.

Kundennähe und Bürgernähe scheinen für den Mobilfunkbetreiber O2 und die Stadt Paderborn Fremdworte zu sein. Anstatt herrschen Bürokratismus und Kundenmissachtung.  

Gegenwelle e.V.
   
   
   
 

Alle aktuellen Informationen finden Sie unter www.gegenwelle.de - kein Funkturm im Wohngebiet




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